Gemeinderatssitzung vom 25.01.2018

Aus dem Gemeinderat

Gemeinderatssitzung am 25.01.2018 in Ruppertshofen

1. Bürgerfragestunde

Rot in Birkenlohe

Die Rot in Birkenlohe ist von der Mühle bis zur Wolfsmühle zu geschwemmt und zum Teil nur noch 20 cm tief. Der Bach läuft über, die Wiesen werden überschwemmt. Der Bach ist daher auszubaggern.

Friedhof Birkenlohe

Die Beschilderung ist nach der Baumaßnahme „Ortsdurchfahrt Birkenlohe“ wieder anzubringen.

Außerdem sind 2 Stufen anzubringen, damit man vom Urnengrabfeld wieder über die Wiese nach oben auf den Weg laufen kann.

Die Böschung soll angefüllt werden, damit mehr Platz und Trittsicherheit vor den Gräbern entsteht. Dazu ist die Mauer zu erhöhen und an der Mauer muss dann ein Geländer angebracht werden.

Die großen Birken und 4 Bäume im oberen Teil des Friedhofs sollen gefällt und durch neue ersetzt werden. Hierzu will BM Kühnl Rücksprache mit dem Bauhof nehmen und den anfragenden Bürgern Rückmeldung geben.

2. Betriebsplan für den Gemeindewald für das Forstwirtschaftsjahr 2018

Zu diesem Tagesordnungspunkt konnte BM Kühnl Herrn Weiher und Herrn Bosch vom Landratsamt Ostalbkreis, Forst-Außenstelle Schwäbisch Gmünd, begrüßen. Herr Weiher blickte zurück und erklärte, dass im letzten Frühjahr durch die zu geringen Niederschläge ein Wasserdefizit im Unterboden herrschte. Ton ist hier der Untergrund, der zwar lang das Wasser hält, aber auch über ein Langzeitgedächtnis verfügt. Beleg hierfür sind die Schäden an den Tannen. Das Frühjahr war viel zu warm bis zum Spätfrost im April 2017. Der Borkenkäfer hat es nun leicht. Im öffentlichen Wald sind so 20 % zufällige Nutzung angefallen. Die Stürme und Sommergewitter haben jedoch keine größeren Schäden verursacht. Revierförster Bosch stellte den Bewirtschaftungsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2018 vor. Es soll ein Einschlag in der Mühlhalde vorgenommen werden. Gerechnet wird mit Einnahmen von 22.000 Euro und Ausgaben von 7.500 Euro, so dass sich ein Gewinn von 14.500 Euro ergibt. Außerdem sollen für die Unterhaltung von Fahr- und Maschinenwegen wieder 4.000 Euro aufgewendet werden und die Forstverwaltung kostet 1.900 Euro, so dass ein Betriebsergebnis von 8.600 Euro zu erwarten ist.

Der vorgelegte Bewirtschaftungsplan wurde einstimmig genehmigt.

3. Haushaltsplan – und Haushaltssatzung 2018 – Beratung und Beschlussfassung der Haushaltssatzung

I.    Eckwerte:

-          Zusammenfassung:  Die konjunkturelle Verbesserung schlägt sich nur teilweise im HH-Plan 2018 nieder; positive Nettoinvestitionsrate (+714 €), d.h. Zuführungsrate v. 113.224 € bei Tilgung v. 112.500 €;

In den Finanzplanungsjahr 2019 rechnen wir mit einer negativen Nettoinvestitionsrate von 56.247 €.

Erkenntnis:

Nr.1 Wir tilgen jährlich relativ viel, so bauen wir schneller unsere Schulden ab, in Zahlen: Wir gehen mit 1.071.702 € Schulden ins Jahr 2018 und tilgen über 10% , d.h. 112.500 € im Jahr

Nr. 2 (Systematik des kommunalen Finanzausgleichs)

Hohe Steuerkraftsumme aus 2016 (insbesondere hohe Gewerbesteuer) führt zu hohen Abführungen (Kreis- + FAG-Umlage) 2018 und zu weniger hohen Zuweisungen aufgrund mangelnder Steuerkraft. Der Kreis und das Land schöpft quasi den Rahm ab unseres erfolgreichen Jahres 2016.

                                                    

-          Steuern, Gebühren: konkret keine Erhöhung der Steuerhebebesätze Grundsteuer/Gewerbesteuer im Haushaltsjahr geplant; Neukalkulation und Anpassung Wasser-, Abwassergebühren zum 01.01.2018 durchgeführt; Anpassung Kindergartengebühren wurde zum neuen Kindergartenjahr 2017/2018 durchführt, wir orientieren uns an den Richtsätzen des Gemeindetages. Die Friedhofsgebühren wurden mit Beschluss vom 17.10.2013 angepasst, es wird eine fast 100%-iger Kostendeckungsgrad angestrebt. 

-          Haushaltsvolumen (Schaubild S.6 unten):   Volumen des HH mit rd. 5,770 Mio. € rd. 203.000 € über dem Vorjahr ; davon VerwaltungsHH. 4.480.277; VermögensHH 1.290.700 €

-          Verschuldung: (Seite 30): Kreditaufnahme 2018: 112.000 € abzgl. rd. 112.500 € Tilgung = Nettoneuverschuldung fast =0;  tatsächlicher Schuldenstand zum 01.01. 2018: 1.071.702 € , bedeutet 587€/Einwohner (planmäßig auf 31.12.2018 = rd. 898 €/EW, d.h. wenn wir sowohl die Darlehensermächtigungen 2017 in Höhe von 569.000 € und 2018 in Höhe von 112.000 € tatsächlich realisieren, dabei verzichten wir auf die Darlehensermächtigung 2016 in Höhe von 497.000 € endgültig);

- Ausblick bis 2021 (S.31): Schuldenstand von etwa 840 €/EW zum Ende des Finanzplanungszeitraums.

    

- Rücklagenbestand ( S.186 ):  nach Rechnungsabschluss 2016 und Planung 2017 Bestand von 205.445 €; d.h. geplante Entnahme 2018 von 120.548 € möglich (über Mindestbestand von 118.114 €)

II.   Einzelerhebungen:

A) Ergebnis VwH:    

-          Einzelplan 9000  „Steuern, allgemeine Zuweisungen, Umlagen“:

Überschuss 1.300.281 € = + 108.107 € zur Planung 2017; +70.980 € zum Ergebnis 2016

-          Finanzzuweisungen siehe HH-Erlass 2018 (S.180/S.181):

-          Einwohnerzahl zum 30.06.2016 (vorläufig analog Testbescheid: 1.827 Einwohner- obgleich 30.09.2016 mit 1.821 Einwohner bereits vorliegt.

-          Kopfbetrag 1.319 € ( +77 € gegenüber Vorjahr ),

-           Höhe Steuerkraftsumme 2016 mit 2.136.141€ gegenüber 2017 mit 1.984.916 €; auch bedingt durch Erhöhung der Schlüsselzahl Einkommenssteueranteil, welche uns fiktiv der Steuerkraftsumme 2016 angerechnet wird.

-           Dies führt insgesamt zu niederen Finanzzuweisungen 2018 von 807.702 € gegenüber Planung 2017 mit 822.610 €

-           Die kommunale Invest.pauschale erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 14.200 € auf jetzt 175.644 €; wir gewinnen durch ein Plus von 6,60 € je veredeltem Einwohner auf nunmehr 83,60 €

-           Hebesatz der Kreisumlage reduziert sich zwar um 0,25 % auf 32,00 %, trotzdem erhöht sich durch höhere Steuerkraftsumme (aus dem Jahr 2016) die Kreisumlage um ca. 43.400 € auf 683.575 €.

-           FAG-Umlage erhöht sich allerdings durch höhere Steuerkraft 2016 gegenüber 2015 um über 33.400 € von 438.666 € auf 472.087 €

-          Gemeindeanteil Einkommenssteuer: 1.061.745 € ( = +143.705 € ); Erhöhung Gesamtausschüttung planmäßig von 5,9 Mia. auf 6,3 Mia. sowie Erhöhung der Schlüsselzahl von 0,0001556 auf 0,0001607

-          Umsatzsteueranteil: Gesamtausschüttung Erhöhung von 833 Mio. auf 1.030 Mio. trotz Reduzierung der Schlüsselzahl von 0,0000445 auf 0,0000403 d.h. Erhöhung um 4.500 € von 37.000 auf 41.500 €.

Gewerbesteuer: Erhöhung des HHAnsatzes von 160.000 € auf 200.000 €

-          Personalkosten brutto: 1.001.330 €; Vorjahr lt. Plan 876.450€; Ergebnis 2017 = knapp über 890.000 €.

Nennenswert:

1.       Einstellung einer weiteren Kiga-Kraft in der Kindertagesstätte Pfiffikus (GR-Beschluss)

2.       Höhergruppierung seitherige Zweitkräfte Kindergarten von S4 auf S 8a

3.       Einstellung Köchin für Mensa (GR-Beschluss)

4.       Erhöhung Deputat Verwaltung um 8 Std. /Woche (GR-Beschluss)

5.       Erhöhung Entschädigung ehrenamtlich Tätige Angehöriger der Feuerwehr (GR-Beschluss)

6.       Teilweise Abdeckung der Entschädigung bzw. Gehälter bzgl. der monetarisierten Lehrerstunden in der Ganztagesbetreuung als geringfügig Beschäftigte der Gemeinde, und zwar für die Fälle, in den die Aufwandsentschädigung ausgeschöpft wurde

7.       Allg. Personalkostenerhöhung von vorsorglich 3% (Tarifvereinbarung steht noch aus)

Zusammenfassend müssen wir die Entwicklung der Personalkosten im Auge behalten.

-           Gebührenhaushalte / kostenrechnenden Einrichtungen:

·         Feuerwehr

Regelbudget 15.000 €,

Erhöhung der kalkulatorischen Kosten durch Inbetriebnahme und Aktivierung unseres neuen Feuerwehrfahrzeuges HLF 10 im Jahr 2017

·         Kindergärten

Betriebskostenförderung            Ü3-Kinder           94.401 € (2017:   92.790 €)

                                               U3-Kinder         215.839 € (2017: 204.123 €)

                                               Gesamt                        310.240 € (2017: 296.913 €)       + 13.300 €

Pfiffikus:

-          Abmangel ohne Betriebskostenbeteiligung Dritter mit 228.308 € um 89.237 € höher als 2016

-          Niedere Zuweisungen, dafür mehr in Birkenlohe (kommt auf die Verteilung der Kinder zum 01.03. an)

-          Höhere Personalkosten (durch Einstellung einer weiteren Kraft + Änderung der Eingruppierungsregelungen bei Zweitkräften)

Waldorfkindergarten

-          Betriebskostenbeteiligung ist aus HHPLAN 2017 übernommen; Ansatz entspricht in etwa der gesetzlich vorgeschriebenen Übernahme der 63% der Betriebskosten; Antrag auf höhere Betriebskostenbeteiligung kam etwas zu spät, um es im Haushalt noch zu berücksichtigen – Entscheidung in der Februarsitzung

Jugendhilfe Land

-          Betriebskostenbeteiligung etwas höher als 2017: 174.000 € gegenüber 164.700 €;

-          Antrag auf Beteiligung Kosten 2.Rettungsweg in Höhe von 8.100 € in Haushalt aufgenommen – Entscheidung in separater GR-Sitzung – Herrn Bitzer wurde im Jahr 2017 die Möglichkeit eingeräumt, argumentativ nachzubessern bei der gemeindlichen Beteiligung

·         Abwasser:

Erhöhung der Schmutzwassergebühren zum 01.01.2018 von 3,40 €/m³ auf 3,90 €/m³

Begründet wird dies:

- Kanalbefahrung im Zuge der Eigenkontrollverordnung mit einer weiteren Rate 2018 in Höhe von 20.000 €. Bereits 2016/2017 Raten in Höhe von je 30.000 € verausgabt

- Erhöhter Aufwand 2018 für Belüftertausch Belebungsbecken, Getriebe Rechengutwaschpresse, Lochblech Presszone, Schleissschienen und Förderschnecke

- Erhöhung der Abschreibungen / Verzinsung durch

Ø  Aktivierung des Baugebietes Erlenäcker II bis Mitte des Jahres 2018

Ø  Aktivierung des Kanals Wolfmühleweg Birkenlohe Anfang 2018

Ø  Aktivierung des Kanals ODF Birkenlohe sowie RKB 2 Mitte 2019

Ø  Einbau einer neuen Rechenanlage in der Kläranlage Ruppertshofen 2018

Ø  Erwerb eines Klärwärterfahrzeuges 2018

Niederschlagswassergebühr vermindert sich z. 01.01.18 von 0,40 € auf 0,39 €/m² versiegelte Fläche

·         -Wasser:

-          Reduzierung der Wassergebühren zum 01.01.2018 von 2,22 €/m³ auf 2,12 €/m³

-          Weiter Nennenswert im Verwaltungshaushalt:      

·         Straßen- und Feldwegeunterhaltung  33.000 € analog der Vorjahre; HHReste aus 2017 in Höhe von 43.000 € vorhanden

·         Leistungsentgelte interkommunaler Bauhof Ansatz von 192.150 € (+ 6.750 €)

·         Winterdienst (d.h. externe Dienstleistungen + Streugut) Ansatz von 18..000 € (-2:000 €); HHRest 2017 noch vorhanden

·         Kosten Umstellung NHKR für 2018: 5.000 € (analog 2017)

·         Bereich Kindergartenbeförderung: Abmangel 2018 in Höhe von 12.300 € (mehr Fahrten, Umleitung ODF)

·         Bereich Ganztagesangebot Grundschule: planerischer Abmangel 13.320 €

·         Unfallkasse (Erhöhung je EW von 8,18 € auf 9,74 € - Gesamt 3.000 €)

-          B) VmH: Investitionen 2018 ( Seite 24-27):

·         (Nr.1) Hauptverwaltung: Nachfinanzierung Deckenkonstruktion 6.800 €

            Kühlung Anbau Rathaus 7.000 €

            Schlussrechnung einbehaltener Honorarkosten Architekt 10.000 €

·          (Nr.2) Feuerwehr: 3.700 € als Bestandteil des Gesamtbudget von 15.000 € im Verm.HH.;

            Umstellung digitaler Funk Ende 2018 (20.000 €)

·         (Nr.3) Umbau Lehrerzimmer inklusive Möblierung 10.000 €

·         (Nr.4) Ganztagesschule : Beschaffungen 2.000 €

·          (Nr.5) Beteiligung Kirchturm 2018 20.000 €; Insgesamt 186.500 €

·         (Nr.6) Kindergarten Pfiffikus      Laptop   700 €

                                               Möbel/Teppiche Puppenwohnung 8.000 €

·         (Nr.7) Bau Kindergarten: Planungsrate 5.000 €

            Kosten für dreigruppigen Kindergarten 1,8 Mio (bei 600.000 € je Gruppe); Zuschusserwartung       1,2 Mio; d.h. Eigenanteil 600.000 €

·          (Nr.8) Kindergarten Birkenlohe 2.000 € für neuen Sonnenschirm

·          (Nr.10) Baugebiet Erlenäcker II

Gesamtkosten Ausschreibung inkl. Masten + Vermessung         726.200 €

Wenn wir jetzt noch etwas Luft einplanen in Höhe von 30.000 € betragen die Raten für 2018 insgesamt 350.000 €; 2017 bereits finanziert 416.500 € im Jahr 2017

Wir haben bereits 13 Bauplätze verkauft unter Zahlbarmachung 25% im Jahr 2017 und 75% im Jahr 2018. Zuzüglich eines weiteren Bauplatzes rechnen wir mit Gesamteinnahmen aus Bauplatzerlösen in Höhe von 789.100 €

Baukindergeld 3.000 €

·          (Nr.11) Ausbau Ortsdurchfahrt Birkenlohe

Vortrag Positionen:

-          Wolfsmühleweg Straßenbau, Straßenbeleuchtung, Kanal, Hausanschlüsse, Breitband (kein Zuschuss)

-          Ortsdurchfahrt Straßenbau; Straßenbeleuchtung , Kanal, Hausanschlüsse, Breitband (kein Zuschuss)

·          (Nr. 13) Abwasserbeseitigung

-          Pumpen 5.000 €

-          Klärwärterfahrzeug 15.000 €

-          Einbau Rechenanlage 25.000 €

-          Photovoltaikanlage 25.000 € (vorbehaltlich Prüfung Verschattung, Effizienz, Wirtschaftlichkeit)

-          Ansparrate Kanalsanierungen 10.000 €

·         (Nr. 14) Breitbandausbau (bereits finanziert 2017)

-          Zuschussbescheid vom 29.09.2017 von 38.675 €

-          Gründung BgA Breitband komme ich nachher noch dazu

·         (Nr.15) Erwerb Bauland

Erwerb von Bauland für Gewerbeansiedlungen und Wohnbebauung werden 211.400 € veranschlagt werden. Dieser Betrag kann auch genutzt werden zur Anfinanzierung kurzfristig ergebener Bebauungsmöglichkeiten. So allgemein wie möglich formuliert, weil wir ja in die eigentlichen Verhandlungen noch gar nicht eingestiegen sind – alles andere wäre unseriös.

                                                            

III. Finanzplanung:  (Seite 31) Das Investitionsprogramm bis 2021:

2019 – 2021      Bau Kindergarten (1.800.000 € bei einer Zuschusserwartung von 1.200.000 €)

2019 – 2021      Beteiligung Kirchturm (Gesamt 186.500 €; davon 2019 - 2021: 71.300 €)

2019                 Beitragserlöse Wolfsmühleweg

2019 – 2021      Ansparraten Kanalsanierung jeweils 10.000 € im Jahr

2019 – 2021      Erwerb bewegl. Vermögen Abwasserbeseitigung 5.000 € im Jahr

2019 – 2021      Baukindergeld jeweils 3.000 € im Jahr

2019 – 2020      Bauplatzerlöse Erlenäcker II (jeweils 2 Bauplätze)

2019                 Ansparrate Erwerb Bauland für Gewerbeansiedlung und Wohnbebauung 50.000 €

Die vorgelegte Haushaltssatzung wurde einstimmig beschlossen.

4.  Betrieb gewerblicher Art – Breitband in der Gemeinde Ruppertshofen

Derzeit laufen Überlegungen, dass die Breitbandaktivitäten der Gemeinde Ruppertshofen als Betrieb gewerblicher Art (BgA) geführt werden können. Für die Kosten der Kommunen (Baumaßnahmen, Legung von Leerrohranschlüssen mit Breitbandverkabelung, Beratungskosten) könnte demnach Vorsteuer geltend gemacht werden, wobei aber auch auf die Umsatzsteuer für Ausgangsrechnungen (z.B. Anteil der Hausanschlusskosten bei neuen Baugebieten; Pachterstattungen durch externen Anbieter) an den Fiskus abzuführen sind.

Inwieweit bei der Gemeinde Ruppertshofen die o.g. Sachverhalte als BgA geführt werden dürfen, muss mit dem Finanzamt und (wenn notwendig) auch mit Steuerberater abgestimmt werden. Voraussetzung für diese Prüfung ist jedoch die Grundsatzentscheidung des Gemeinderates, diesen Bereich als BgA führen zu wollen.

Die Verwaltung spricht sich für die Darstellung der Breitbandgeschäfte der Gemeinde Ruppertshofen als BgA aus, da die zu erwartenden Kosten deutlich die zurückfließenden Erträge übersteigt. Dies hat zur Folge, dass die Gemeinde mehr Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen kann, als sie an das Finanzamt abführen muss.

Es ist wichtig, dem Finanzamt nachzuweisen, dass eine Einnahmeerzielungsabsicht vorliegt.

Dies ist aus Sicht der Verwaltung gewährleistet, da Geldrückflüsse mit der Verpachtung an einen Betreiber erfolgen werden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Verwaltung reicht eine bloße Verlegung eines Leerrohrs nicht aus, dies wird als Tätigkeit der Vermögensverwaltung angesehen. Vielmehr muss die Gemeinde eine Verpachtung eines Leerrohrs inkl. Breitbandverkabelung anstreben. Die Voraussetzungen für die Führung eines BgA könnten so bspw. für die Breitbandaktivitäten im Bereich des Gewerbegebietes „Krebenäcker“ sowie den Ortsteilen Tonolzbronn und Steinenbach erfüllt sein.

Sollte das Finanzamt zum Ergebnis kommen, dass keine BgA-Eigenschaft vorliegt, hat dies keinerlei Auswirkungen. Vielmehr bleibt alles beim Alten und die o.g. Sachverhalte werden ohne Umsatzsteuer abgewickelt.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die Breitbandaktivitäten der Gemeinde Ruppertshofen als Betrieb gewerblicher Art (BgA) geführt werden.

5.  Amtsblatt – Bezugspreis

Seit 01.01.2004 wird das Amtsblatt über den Opferkuch-Verlag gedruckt und auch die Verteilung organisiert.

Von 2010 bis Ende 2015 konnte der Bezugspreis von 24 Euro konstant gehalten werden. Dies war jedoch aufgrund gestiegener Kosten (Produktionskosten, Vertriebskosten bei den Austrägern von Stücklohn auf Zeit-Mindest-Lohn künftig nicht mehr darstellbar, wie der Opferkuch-Verlag im Dezember 2015 mitgeteilt hat. Zum 01.01.2016 wurde einer Erhöhung des jährlichen Bezugspreises auf 26,50 Euro zugestimmt.

Insbesondere aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen hat ab 01.01.2017 eine Erhöhung auf 28 Euro stattgefunden.

Nunmehr wird eine Erhöhung des Bezugspreises auf 30 Euro beantragt, unter anderem wegen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes auch für die Austräger.

Der Gemeinderat stimmte der Bezugspreiserhöhung entsprechend dem Antrag des Medien-Centrums Ostalb einstimmig zu.

6. Unterstützung DRK-Ortsverein Schwäbischer Wald – Garage

Der DRK-Ortsverein Schwäbischer Wald bittet um Unterstützung für den Bau einer Fertiggarage im Bauhof der Gemeinde Durlangen, in dem derzeit bereits die beiden Bürgermobile stehen. Das 2. Fahrzeug steht im Freien. Derzeit fehlen noch ca. 4.000 Euro zur Deckung der Kosten.

Der Gemeinderat beschloss nach kurzer Diskussion mehrheitlich, den Garagenneubau mit 1.000 Euro zu unterstützen.

7. Bausache

Errichtung einer Werbetafel für wechselnde Fremdwerbung in Ruppertshofen,

Utzstetter Straße, auf Flst. 75/1

hier: erneute Beratung und Beschlussfassung

Der Gemeinderat hatte der Errichtung der Werbetafel auf Flst. 75/1 an der Utzstetter Straße das Einvernehmen versagt. Das Landratsamt Ostalbkreis hat mitgeteilt, dass das gemeindliche Einvernehmen ersetzt werden soll und erneut die Möglichkeit gegeben, über das gemeindliche Einvernehmen zu entscheiden.

Der Gemeinderat war sich einig, dass die bestehende Mauer bereits die Sicht behindert und die Erstellung der Werbetafel das Sichtfeld des Verkehrs einschränkt. Diese Situation ist nicht zumutbar.

Da die Sicherheit des Verkehrs nicht ausreichend gegeben ist, wird das Einvernehmen erneut einstimmig abgelehnt.

8.  Anträge/Anfragen aus dem Gemeinderat

Folgende Themen wurden angesprochen:
a)  Stellenausschreibung auf der Homepage der Gemeinde

b)  Brücke zur Ölmühle – Organisation der Holzlieferung

c)  Veranstaltungskalender im Mitteilungsblatt: Termine stimmen, jedoch falsche Überschrift

d) Nach Regen sind die Schächte und Dohlen aufzumachen (z.B. Alter Berg, Althönig/ Höllhof); die Schächte müssen ausgeputzt werden (voll bis obenhin nach Grätern)

e)  Mähen des Sportplatzes

f)  Bürgerabend: Anfragen der Bürger auf Tagesordnung setzen

g)  Kaufverträge Gewerbegebiet „Krebenäcker“

h)  Wahlhelferentschädigung: Auszahlung

9.  Verschiedenes

Folgendes wurde thematisiert:

a)  Anschaffung der I-Pads für den Gemeinderat

b)  Änderung der Hauptsatzung wegen Wahllokal Birkenlohe

c)  altes Feuerwehrfahrzeug: weiteres Vorgehen

d)  Organisation Mediation

e)  Mauer Rathaus: 1 Stein entfernen lassen; loser Stein in der Mauer

f)  Bushaltestelle Tonolzbronn und Steinenbach

g)  Kindergartenumbau-/-Neubau: Hinzuziehung Architekt für Vorplanung