Die Kläranlagen in Ruppertshofen –
aktiver Umweltschutz für unsere Gemeinde

Jeder braucht uns, aber wissen Sie was genau wir für Sie tun?

Was ist Abwasser?

Abwasser ist das Wasser, das durch unseren Gebrauch verunreinigt wird. Es fällt nicht nur im Bereich von Toiletten und Bädern an, sondern auch beim Putzen, Waschen, Spülen und Kochen. Auch Regenwasser wird zum Abwasser, wenn es Schmutzstoffe von Straßen und Plätzen abspült.

Die Anforderung an die Kläranlage ist es nun, 24 Stunden am Tag, unter allen Wetterbedingungen, die organischen und anorganischen Verunreinigungen dem Abwasser zu entziehen. Auch Stickstoff und Phosphor werden so weit entfernt, bis das geklärte und gereinigte Wasser in die Rot eingeleitet werden darf.

Die Reinigung des Abwassers erfolgt in zwei Stufen:

Mechanische Reinigung

In der Rechenanlage werden die Feststoffe, z.B. Hygieneartikel, Fäkalien und vieles mehr aus dem Abwasser entfernt, in einem Container gesammelt und dann der Müllverbrennung zugeführt. Im Sandfang trennen sich die schwereren Inhaltsstoffe vom Wasser, diese werden mit einer Förderschnecke in die Sandwaschanlage gepumpt, wo anhaftendes organisches Material ausgewaschen und dem Klärprozess wieder zugeführt wird. Der gewaschene Sand wird als Recyclingmaterial wieder verwertet.

Biologische Reinigung

Im Belebungsbecken werden mit Hilfe von Mikroorganismen und eingeblasenem Luftsauerstoff die organischen Kohlenstoff- und Ammoniumverbindungen überwiegend zu CO2 und Nitraten (NO3) umgewandelt.

Da Nitrat bekanntlich zur Überdüngung der Gewässer beiträgt, muss es von speziellen Mikroorganismen entfernt werden. Dabei wird durch zeitweises Abschalten der Belüftung der Luftsauerstoff entzogen und die sogenannten Denitrifikanten holen sich ihren Sauerstoff aus dem Nitrat. Dabei entsteht gasförmiger Stickstoff (N2), der in die Atmosphäre entweicht.

Nachklärbecken

Hier trennt sich belebter Schlamm durch Absinken auf den Beckenboden vom gereinigten Abwasser. Der abgesetzte Schlamm wird als Rücklaufschlamm wieder der biologischen Reinigung zugeführt. Aus der anwachsenden Belebtschlammmasse wird ein Teil, der sogenannte "Überschußschlamm" abgezogen und in das Schlammsilo gepumpt.

Von dort aus wird er mit Hilfe einer mobilen Schlammpresse entwässert und im Zementwerk verbrannt. Das gereinigte Abwasser wird vom Nachklärbecken in das Ökosystem Obere Lein eingeleitet.